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Bad Nauheim-Berlin (und zurück)

Beim Radfahren mag ich es Langstrecke zu fahren. Fahre gerne in der Gruppe aber bin auch gerne für mich allein.

Jedes Jahr suche ich mir einige längere Strecken aus und fahre diese dann. 2019 bin ich das erste mal 300 km gefahren (Bochum – Nordsee) und es hat mir sehr gefallen. Ab diesem Zeitpunkt habe ich mich immer wieder an längere Strecken herangewagt.

Die Fahrt:

Bei meinen Fahrten wähle ich mir auch als Ziel Orte in denen ich Freunde habe die ich nur selten sehe. Dadurch verbinde ich das Radfahren mit einem kurzen Besuch bei Freunden.

So habe ich auch Berlin ausgesucht, da habe ich eine Freunde die ich selten sehe. Die Strecke habe ich mit Komoot geplant (habe leider nicht detailliert genug geplant).

Ich wollte an einem Tag fahren an dem recht lange Tageslicht herrscht. So habe ich mir den Anfang Juli ausgesucht.

Da ich beruflich recht stark eingebunden bin und meine freien Tage nur begrenzt sind, bin ich trotz schlechter Wettervorhersage für den Freitag losgefahren. Ich bin Freitag um 0:08 Uhr gestartet. Mein Plan war es kurz nach Mitternacht losfahren und noch vor Mitternacht in Berlin ankommen.

Leider hat es fast die gesamte Strecke nach Berlin geregnet. Von meinen 22 Stunden Fahrtzeit hat es ca. 20 Stunden geregnet oder leicht genieselt. Fahrrad, Licht, Navigation und Taschen haben super funktioniert. Nur mein Handy hat es erwischt und ich musste eine längere Pause machen um mein Handy „wiederzubeleben“. Nach trocknen mit einem Haartrockner, ruhen lassen an verschiedene Stromquellen anschließen etc. habe ich es mit Hilfe eines netten Mitarbeiters eines Elektronikladens wieder zum Leben erweckt. Das Handy ist wichtig damit mir die Familie per LiveTrack folgen kann und sich keine Sorgen machen muss.

Während einer Regenpause

Durch die längere Pause habe ich es nicht mehr geschafft vor Mitternacht in Berlin anzukommen. Erst kurz vor 3 Uhr morgens, bin ich nach mehr als 525 km (22 Stunden Fahrzeit, 27 Stunden Unterwegs), bei meinen Freunden in Berlin angekommen. Da hat ein frisches Bett auf mich gewartet. Meine Freunde waren super nett, erstens haben sie mir um 3 Uhr morgens noch die Tür geöffnet. Danach, während ich geschlafen habe (von 3 Uhr bis ca. 9 Uhr morgens) haben sie meine ganzen elektronischen Geräte geladen, meine Sachen gewaschen und getrocknet, meine Radschuhe getrocknet und meiner Radflaschen gefüllt.

Ich habe auch ein richtig leckeres Frühstück bekommen mit Müsli, Eiern etc. um wieder Energie zu haben. Gegen Mittag habe ich mich von meinen Freunden verabschiedet und bin noch zum Brandenburger Tor um ein Foto da zu machen. Danach bin ich mit der S-Bahn nach Potsdam gefahren um von da aus die Rückreise zu starten. Am Samstag hat es nicht mehr geregnet und ich konnte im Trockenen fahren. Da ich mit meinen Freunden doch noch einiges zu erzählen hatte, bin ich recht spät gestartet und bin am Samstag nur bis Magdeburg gekommen (ca. 133 km).

Am nächsten Morgen bin ich mit der Bahn von Magdeburg nach Hildesheim gefahren.

Hildesheim Marktplatz

Da ich im Samstag spät los bin habe, lag ich etwas im Rückstand zu meiner Planung und die Zeit musste aufgeholt werden. Von Hildesheim sollte es zurück bis nach Bad Nauheim gehen. Auch am Sonntag war es trocken und es kam sogar die Sonne raus. Die Fahrt ging ohne größere Probleme, ich musste nur öfters wieder Wasser holen und die Flaschen auffüllen, da es wärmer geworden ist.  

Am späten Nachmittag war ich schon in der Nähe von Treysa, als etwas auf dem Weg meinen hinteren Reifen aufgeschnitten hat. Der Reifen war stark beschädigt es war ein ca. 1,5 – 2,5 cm langer offener durchgehender Schnitt an der Seite des Reifens. Ich habe den Schlauch ersetzt und auch einen Flicken von innen in den Reifen gelegt, jedoch wurde der Flicken von dem Schlauch recht stark noch nach außen gedrückt. Da habe ich beschlossen die Heimreise mit dem Schaden nicht vollständig zu Ende zu fahren, sondern den nächsten Bahnhof anzusteuern. Der Reifen hat auch ohne Probleme bis zum nächsten Bahnhof gehalten, er hätte auch vielleicht bis nach Haus gehalten (ca. 75 km haben noch bis nach Hause gefehlt), nach den vielen km wollte ich es dann nicht mehr riskieren. Am Sonntag bin ich dann 201 km gefahren.

Mit der Bahn bin ich gut Heim gekommen.

Rückblickend war der Regen am Freitag eher eine zusätzliche Motivation um die lange Distanz zu schaffen. Meine Stütze am Freitag war eine unglaublich gute Regenjacke von GoreTex.

Die Begeisterung meiner Vereinskollegen über meine Fahrt war groß und so habe ich es mit der Fahrt in die lokalen Zeitungen geschafft.

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